"In Savoyen isst man nicht nur, man kommuniziert. Jedes Festgericht erzählt von einem Sieg über den Winter, einer Feier der Arbeit des Menschen und der Großzügigkeit des Tieres."
Die unverzichtbaren Wurstwaren
Ein Fest ohne die berühmte Saucisson de Savoie ist unvorstellbar. Auf lokalen Märkten wählt man sie "gut trocken", gereift im Herzen der Berge. Die Diots, kleine Schweinswürste, die oft mit Weißwein und Zwiebeln zubereitet werden, sind der Star der Dorfmahlzeiten. Man genießt sie in geselliger Runde im Stehen, begleitet von einer großzügigen Portion Crozets, jenen kleinen, typisch savoyischen Nudeln aus Buchweizen.
Wussten Sie schon?
Das Savoyer Kreuz, das Wahrzeichen der Region, wird oft auf Festbroten oder traditionellen Kuchen wie dem Gâteau de Savoie dargestellt, der 1358 zu Ehren von Kaiser Karl IV. kreiert wurde.
Der Festkäse
Während Beaufort und Reblochon täglich verzehrt werden, kommen an Festtagen außergewöhnliche Stücke auf den Tisch. Man holt die Laibe des Beaufort d'Alpage hervor, der im Sommer produziert wird, wenn die Kühe das fette Gras der Gipfel fressen. Bei traditionellen Hochzeiten ist es nicht ungewöhnlich, eine Pyramide aus lokalem Käse anstelle der traditionellen Windbeutel-Torte zu sehen. Für weitere Informationen lesen Sie unseren Leitfaden über die unverzichtbaren savoyischen Käsesorten.
Elixiere und Süßspeisen
Das Fest endet unweigerlich mit einem Glas Génépi oder Tannenlikör. Diese Getränke, destilliert aus Pflanzen, die in über 2000 Metern Höhe gesammelt werden, gelten als die Essenz der Berge. Im Jahr 2026 geht der Trend zurück zum handwerklichen savoyischen Birnenmost (Poiré), der leichter und prickelnder ist und perfekt zum Gâteau de Savoie passt, einem luftigen Biskuit, dessen Rezept sich seit Jahrhunderten nicht geändert hat.